Welche Vertriebsform ist zu wählen ?
Die verschiedenen Vertriebsformen
- direkt oder indirekt, mit allen ihren Ausprägungen - stellen
unterschiedliche Anforderungen an das Unternehmen.
Je mehr sich ein
Unternehmen selbst engagiert, um so größer wird in aller Regel der
Kundenkontakt sein und damit die Einflußmöglichkeiten des
Unternehmens.
Wichtige Beurteilungskriterien für die Auswahl
sind:
- Marktkenntnisse - gewünschte Geschwindigkeit der
Markterschließung - Marketing- und Vertriebs-Know How -
Marktnähe - Informationsfluß - Kapitalbedarf -
Flexibilität der Reaktion bei Marktveränderungen - Risiken, aber
auch Gewinnmöglichkeiten.
Diese Kriterien sollten bei der
Erstellung eines Marketingplanes
entsprechend gewichtet und gegeneinander abgewogen werden.
Während
der indirekte Vertrieb geringere Risiken mit sich bringt - wobei aber auch klar
ist, daß nicht alle Chancen gewahrt werden können -, hält er
den Unternehmer aber auch 'vom eigentlichen Marktgeschehen
fern'.
Andererseits kann es aufgrund von Mentalitätsfragen durchaus
wichtig sein, diesen Vertriebsweg zu beschreiten, da eine gute
Vertriebsfirma mehr leisten kann, als ein nicht mit den kulturellen
Gegebenheiten vertrauter 'Fremdling'.
Der direkte Vertrieb über
Tochtergesellschaften mag ad hoc zu erheblich besseren Resultaten
führen, birgt jedoch auch das Risiko auf Marktschwankungen nicht so
flexibel reagieren zu können bzw. läßt sich wegen
über Jahre gewachsener Strukturen nicht so leicht
bewerkstelligen.
Es bedarf also eines großen
Fingerspitzengefühls für Mentalitäten, ebenso wie genauer
Kenntnisse der finanziellen Leistungsfähigkeit des Unternehmens, sowie des
Einsatzes von viel Phantasie.
(Einstein sagt:"Die Vorstellungkraft ist wichtiger als das Wissen. Wissen ist beschränkt. Die Vorstellungskraft umspannt die Welt und alles was es jemals zu wissen und verstehen geben wird.")
Gegebenenfalls ist eine Kombination
verschiedener Vertriebsformen anzustreben.
Folgende Erfolgsfaktoren/Schlüsselbegriffe wurden
für den Vertrieb genannt:
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Minimal-Vertrieb (473
Aussagen):
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- Engagement vor Ort -
Marktforschung - Pläne und Erwartungen -
Organisation/Führung - Länderspezifische Produkte -
Umfeld - Kundendienst - Logistik - Dokumentation - Finanzen,
Preise
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32 % 26 % 11 % 8 % 7
% 5 % 4 % 3 % 2 % 2 %
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Best-Practice-Vertrieb
(240 Aussagen):
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Größe, Bekanntheitsgrad Marktorganisation Strategie und
Fokus Leistungsprogramm Personal, Führung Finanzen
Logistik Umfeld
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35 % 19
% 15 % 14 % 9 % 3 % 3 % 2 %
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Hieraus ergibt sich - linke
Spalte - im wesentlichen, daß die Präsenz vor Ort - wie auch immer
geregelt - sowie eine zuverlässige Informationsbasis die wichtigsten
Kriterien für den Erfolg sind. Ergänzt man dies durch nicht zu hoch
gespannte, sondern sorgfältig eruierte Erwartungen und
Umsetzungspläne, ergänzt durch eine konsequente Führung, sind
bereits fast 3/4 des Weges beschritten.
Die rechte Spalte zeigt quasi
den 2. Schritt - nach 'x'-Zeit des Sammelns von Erfahrungen -, d. h. dann
spielen andere Faktoren eine größere Rolle bzw. durchaus links
bereits vor– handene Punkte erfahren eine andere Gewichtung und
Umsetzung, wenn man auf dem Markt etabliert ist.
Das Schlußwort
der Autoren lautet:
"So oder so, die klassischen
Unternehmertugenden sind nach wie vor gefragt. Sehen wir zu, daß die
Produkte und Dienstleistungen vertrieben werden - und nicht der
Kunde."
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