Michael Richter
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Ein Brief von Pontius Pilatus an Seneca

(siehe >> members.tripod - Brief 26 - in englischer Sprache, ab 2. Absatz)

Er berichtet von einer Begegnung seiner Frau Procula …

Caesarea


Procula hat den Galiläer Jesus gesehen und gehört. Sie schreibt mir, dass, sobald sie Galiläa erreicht hatten, auf der Straße, die am Westufer des Sees entlangführt, sie von wenig ande- rem gehört hätte. Alexander, das Frettchen, hat hier und dort herumgeschnüffelt um Infor- mationen zu sammeln. Es scheint, als wäre ganz Galiläa gespannt auf Jesus; jeder kennt irgend einen der von jemandem gehört hat, der von der einen oder anderen Plage geheilt worden sei, und das Interessante daran (für mich) ist, dass eine Menge meiner guten Leute von Judäa auch in Galiläa sind, und dem Prediger folgen statt sich besser um ihre Dinge zu Hause zu kümmern. Alexander hatte für eine Unterbrechung für Procula gesorgt, in einem Bauernhaus gegen Ende des Nordendes des Sees und als sie dort entlang ging … aber Du sollst die Geschichte mit ihren eigenen Worten lesen, so wie sie sie mir geschrieben hat:

„Wir waren plötzlich in einem Menschenauflauf, der die Straße vor uns und die angrenzen- den Hügel hinunter hastete, die zum See führten, und sogar am Strand entlang. Andere kamen zu ihnen von den Bergen her. Niemand beachtete uns. Es waren allerlei Juden, meist gesunde und deftige Leute, aber es gab auch Kranke und Krüppel, die sich dem Weg ent- lang zogen oder von ihren Freunden getragen wurden. Die Menge war aufgeregt, gestiku- lierte und deutete auf ein Boot das am Strand entlang fuhr und schrien zu denen an Bord hinüber. Ich dachte zuerst sie seien ärgerlich, aber Alexander sagte, dass sie zu Jesus rie- fen, der an Bord war, und der am Strand zu ihnen sprechen wollte. Sie riefen immer wieder die gleichen Worte. Ich konnte es nicht verstehen, da es Aramäisch war und als ich Alexan- der fragte, schüttelte er nur seinen Kopf und murmelte etwas von schlechtem Geschäft. Er würde mir, wie er mir später sagt, mir nicht gesagt haben, was sie meinten. Als wir dann an dem Bauernhaus hielten, hastete die Menge weiter und ich konnte sehen, wie sie die Straße verließen und zum Strand hinab liefen. Alexander fragte, ob er ihnen folgen dürfe und ich bejahte das, wenn er mich mitnähme. Also gingen wir mit einer Eskorte – Du brauchst Dir keine Sorgen zu machen – und nach einer halben Stunde fanden wir sie in einer großen Menge unten am See , wo Jesus auf einer kleinen Erhebung stand und zu ihnen sprach. Es waren Tausende und Abertausende von ihnen und hinten, ziemlich nahe bei uns, einige Gruppen besser gekleideter Juden, die unnahbar standen, zusahen und zuhörten. Alexander sah sie sich genauer an und murmelte wieder. ‚Spione aus Jerusalem’ sagte er und ging weg, um mit ihnen zu reden.“

„Ich sah den Prediger klar. Er ist ein starker Mann, schmal und robust, als wenn er vom Feuer seiner Leidenschaft verbrannt wäre. Wenn Du sein Gesicht siehst und ihn sprechen hörst, ist er voller Selbstbewusstsein, gebietend und kämpferisch. Die Menge war zuerst ziemlich laut da die hinten stehenden nichts hören konnten und es gab Unterbrechungen. Er beruhigt sie mit einigen Worten. Er war wie ein General unter seinen Legionen und sie ge- horchten ihm wie einfache Soldaten. Er sprach immer so, als würde er keinen Widerspruch zulassen. Er begann still aber erhob dann seine Stimme und wurde scharf und heftig. Die Juden aus Jerusalem zappelten herum und murrten untereinander. Alexander sagte, er würde sie und ihre Freunde denunzieren. Ich habe nie etwas gehört das so leidenschaftlich und bitter war. Dann wurde er wieder ruhiger und ging davon, verzückt als würde er nicht wissen, dass die Leute da waren. Es gab ein Gemurmel und Aufregung unter den Leuten, aber nicht ärgerlich, und sie drängten zu ihm hin. Alexander konnte seine Augen nicht von ihm lassen. Er hörte meine Fragen kaum. Er sagte zu sich selbst: ‚Eine bessere Zeit kommt !’ und lachte auf eine seltsame und ängstliche Weise. Ich dachte er hätte etwas wiederholt, das der Prediger gesagt hatte. Er schaute auf die aus Jerusalem und sagte er müsse es Dir sofort berichten.’

‚Dann geschah etwas seltsames. Jesus erhob plötzlich seinen Arm und rief streng etwas. Sie hörten auf nach vorne zu drängen und setzten sich in einem großen Kreis in das Gras um ihn herum – außer den Juden aus Jerusalem, die keine Bewegung machten, sondern nur weiter zusahen. Ich bin sicher, ich habe einige von ihnen schon zum Sanhedrin (Hoher Rat) gehen sehen. Dann rief Jesus einige Männer, die nahe bei ihm standen und sie brachten ihm Brot. Er brach es in kleine Stücke, so klein, dass ich sie von dort wo ich stand kaum sehen konnte. Er gab sie den Männern und sie gingen an den Reihen entlang, um sie den Men- schen zu geben, die es aßen, während der Prediger weiter redete. Ich wünschte ich hätte es verstanden. Alles was ich Alexander entlocken konnte, war, dass der Prediger sie als seine Nachfolger bezeichnete aber das das nicht militärisch zu verstehen war, sondern ausschlies- slich religiös; das Essen des Brotes war ein Zeichen, dass sie sich selbst unter ihn verpflich- teten, zu leben wie er lebte, und alles zu tun was er ihnen gesagt hatte. Alexander sagte das dies gefährlich sei, denn es könnte missverstanden werden.’

‚Die ungewöhnlichste Sache war folgende: Nachdem die Zeremonie vorbei war, war alles für einige Sekunden ganz still und dann begann sich die Menge zu bewegen und zu sprechen. Nach und nach wurden sie immer aufgeregter. Jesus sagte etwas zu den Männern über sich und, indem sie auf den Strand zu liefen, begannen sie das Boot heranzuziehen, damit er hinein steigen konnte. Als die Menge sah, dass er sie verlassen wollte, brachen alle Bande. Sie rannten vorwärts, schrien und riefen und umringten ihn. Einige von ihnen schwenkten Stöcke, Keulen und Messer. Aber sie bedrohten ihn nicht; es war gänzlich anders. Andere weinten. Viele fielen zu seinen Füßen nieder, In der ganzen Zeit riefen sie die Worte, die ich gehört hatte, als sie die Straße entlang nach unten liefen. Ich fragte Alexander was sie sag- ten. Ich musste ihn an der Schulter rütteln, bevor ich eine Antwort aus ihm heraus kriegen konnte. Er war ungeduldig mit mir. ‚König’, sagte er, ‚dass ist was sie sagen. König von Israel ! König der Juden und Messias “ Ich weiß nicht genau, was das letzt bedeutet, aber Du weißt es sicher’

‘Ich konnte sehen, dass Jesus sie zurückwies. Er wollte ihnen nicht zuhören. Er drängte sie fast mit Worten und Gesten zurück. Ich war sicher er sagte ihnen, dass sie einen großen Fehler machten. Er war nahezu außer sich. Er veranlasste die, die knieten, aufzustehen und die mit Waffen veranlasste er sie nieder zu legen. Er war strenger und bestimmter, als er den ganzen Nachmittag über war. Gleichzeitig drehte er sich in Eile um zum See, fast als wolle er fliehen. Die Menge folgte langsam und niedergeschlagen. Es schien als wäre sie enttäuscht und verwirrt. Er ist ärgerlich über sie, weil sie ihn ‚König der Juden’ genannt haben, sagte Alexander. ‚Ab heute ist er ein toter Mann’

‚Es gab noch eine andere Begebenheit. Bevor Jesus in das Boot einsteigen konnte, kamen die Juden aus Jerusalem, die die ganze Zeit zugeguckt hatten, schnell den Hügel hinab und sprachen zu ihm. Sie standen sich wie Feinde gegenüber; ich konnte es sehen, obwohl ich die Worte nicht hörte. Das ganze dauerte nur einige Momente. Sie sagten etwas zu ihm und er schaute mit einem versteinerten Gesicht auf sie. Dann antwortete er kurz und drehte sich um. Einige seiner Gefolgsleute halfen ihm in das Boot hinein. Ich dacht auch sie seien ver- wirrt und vielleicht ängstlich. Er selbst war aber nicht ängstlich. Er sprach und handelte als wolle er mit der ganzen Welt kämpfen.’

‚Was auch immer er zu den Juden aus Jerusalem gesagt hatte, sie waren angetan. Sie ka- men zurück, flüsterten und lächelten und, als ich ging, gingen sie in die Menge hinein wie geschäftige Bienen. Ich wusste, sie denunzierten Jesus, weil sie ständig zum See hinab schauten und auf das Boot wiesen. Alexander ist jetzt damit beschäftigt, Dir darüber einen Bericht zu schreiben.“

‚König der Juden’ mein lieber Freund – unterstreiche diese Worte. Ja, ich weiß, es ist nur Galiläa und ich sollte mich selbst nicht sorgen. Vertraue Antipas danach zu sehen ! Willst Du auch den Bericht von Alexander lesen ? Er sagt:

‘Galiläa würde sich auf ein Wort von ihm hin erheben, aber er sagte dieses Wort nicht. Er verwirrt die Leute und zieht sie gleichzeitig an. Er hat seltsame Heilungen vollbracht, obwohl jede ihre eigene Geschichte hat und es ist unmöglich zu sagen, was davon wahr ist. Die Versammlungen zu denen er sprach, waren wie Lehm in seinen Händen. Im Gegenteil kann ihm niemand widerstehen. Er steht auf Kriegsfuß mit den Priestern, den Rechtsgelehrten und dem Gesetz. Er ist fürchterlich in seinen Angriffen gegen sie: scharf und schonungslos. Er würde am liebsten das ganze System, das die Juden unter der jüdischen Nation aufge- richtet haben, niederreißen und die Priester würden ihm das nie vergeben. Auf das erste Zeichen hin, dass die Leute gegen ihn wären, würden die Priester ein Ende mit ihm machen.’

‚Es gibt Zeichen, dass sie sich jetzt gegen ihn wenden. Sie haben ihm zugejubelt als dem er- warteten Befreier, dem neuen König der Juden. Er lehnt die Titel ab. Heute Nachmittag hat er die Menge quasi gewaltsam zurückgedrängt als sie ihn erheben wollten. Du hast noch nie einen solchen Galgenvogelblick gesehen, wie den, als sie zurückgingen. Nach seiner eige- nen Meinung ist er weder König noch Messias. Ich glaube ihm graut davor, dass sie ihn nicht wie ihresgleichen behandeln. Vor allem haben die Heilungen den Boden dafür bereitet und nach allen Informationen, die ich gesammelt habe, hat er immer versucht zu verheimlichen, dass er jemanden geheilt hatte, um so zu verhindern, dass ihn die Leute als den Befreier ansahen. Er sucht danach, die Gefahr, vor der er sich fürchtet, abzuwenden. Der Krieg den er führt ist gegen den Hohen Rat und das Judaische Gesetz. Wenn er weiter macht, werden sie ihn gewiss töten, Ihre Gesandten haben heut aufgepasst und einige sind in Galiläa ge- blieben. Aber ich bezweifele, dass sie die Möglichkeit haben ihn zu nehmen. Wenn er nicht sofort flüchtet wird ihn Herodes Antipas ergreifen.’

‚Antipas kann nichts anderes tun nach heute. Ich hörte, dass Jesus bereits auf die andere Seite des Sees gesegelt sei um in der Gegend von Herodes Philippus Zuflucht zu suchen. Wenn er dort bleibt, wird Herodes Philippus Hand an ihn legen. Wenn er nach Galiläa zu- rückkehrt ist er verloren. Darf ich vorschlagen einen Bericht des Hohen Rates zu dem Ereignis anzufordern ?’
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Du siehst also. Ein anderer Held steht auf um mich zu beunruhigen und sich selbst König zu nennen. Nein, wirst Du sagen, dass tut er nicht, sie wollen ihn zum König machen. Und welchen Unterschied macht das für den Prokurator ? Wenn Jesus an seinem Leben liegt, wird er außerhalb Judäa bleiben. Wenn Antipas ihn durch die Finger schlüpfen lässt, ich werde es nicht tun. Nur eines macht mir Sorgen: ‚Er steht auf Kriegsfuß mit den Priestern, den Gesetzeslehrern und dem Gesetz: Ich könnte ihn dafür lieben. Aber ein König in Judäa, selbst wenn er nicht jetzt König wäre, ein imperialer Mann, streng, in seiner eigenen Leidenschaft brennend, der Typ Mann dem dieses rastloses und aufrührerische Volk willig folgt – nein, nein, das geht nicht ! Wenn er tot ist, können sie ihn König nennen.’

Übrigens: der griechische Kaufmann wurde unter einem Steinhaufen gefunden, außerhalb Jerusalem. Es gab fast keinen heilen Knochen in seinem Körper. Offensichtlich haben sie Keulen benutzt. Die Geschichte ist die, dass die Jüdin mit einem Ägypter nach Rom gegan- gen ist. Du weißt, wie sie enden wird.

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