Michael Richter
Marketing- und Vertriebsberatung - international
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Führen und Managen - mit Gottes Hilfe
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Den ersten Hinweis auf eine
organisatorische Frage finden wir schon am Anfang der Bibel, im Alten
Testament, als Moses vor dem Problem stand dem Volk Recht zu sprechen
*ab 2. Mose 18,13*
Jitro, sein
Schwiegervater, gab ihm den Rat seine Verantwortung aufzuteilen und sich
Männer seines Vertrauens zu suchen, die dem Volk Recht sprechen sollten -
anstatt die ganze Last immer selbst zu tragen.
Nur Fälle, die
diese aufgrund der Tragweite oder Schwere nicht entscheiden konnten, sollten
vor ihn gebracht werden (- genau so sollte es heute auch in den Unternehmen
sein, z. B. durch Delegation von Verantwortung = Anm. d. Verf.)
Der
größte und spirituellste Führer des Universums war zweifellos
Jesus selbst, denn ER schaffte es eine ziemlich zusammengewürfelte Truppe
zu schlagkräftigen Aposteln zu formen, die das Fundament für SEINE
Kirche legten. Sie schafften alles das trotz der härtesten
Marktbedingungen ihrer Zeit (Verfolgung - bis zum Tode - der ersten Gemein-
den).
Auszüge aus einem Interview mit Dr. Siegfried H. Buchholz,
ehemaliges Vorstandsmitglied einer Industrieholding und heute
Unternehmensberater - dessen Inhalt auch 2004 (nach 10 Jahren!) noch
hochaktuell ist *11 >*:
Titel: ‚Die Zukunft gehört den außergewöhnlichen Menschen'
‚geschäftsmann und christ' (g+c): Sie sind Christ, was
bedeutet das für Ihren Beruf?
Dr. Buchholz (Dr. B.): Ich
weiß, dass ich mich in erster Linie vor Gott verantworten muss und erst
dann vor Menschen - und der Gott der Bibel drückt kein Auge zu. Ich
persönlich kann mir nicht vorstellen wie man … in den sehr komplexen
Herausforderungen unserer Welt überleben und seine seelische und geistige
Intaktheit behalten kann, ohne einen An- kerplatz, von dem man weiß:
‚Hier ändert sich nichts, hier hält mich einer fest, hier
erfahre ich Geborgenheit'
g+c: Sie zitieren in einem Referat, dass
Deutschland kein Standortproblem sondern ein Führungsproblem hat …
Dr. B: Manager sind intensiv mit den Aufgaben von heute
beschäftigt, sie sind Gegenwarts- bewältiger. Führer hingegen sind
in der Regel Zukunftsgestalter, Weichensteller, Wegfinder, auch Visionäre.
Ein Begriff wie ‚Chaosmanagment' konnte nur von Führern entwickelt
werden, nicht von Managern.
g+c: Warum ?
Dr. B: Ein Manager
wird Chaos zu vermeiden suchen, um den höchsten Grad an Stabilität zu
erreichen. Deshalb wird er meist auch nichts Gravierendes verändern.
Manchmal … muss man aber Dinge verändern. Dann ist der Führer
gefragt, der bereit ist, bestehende Systeme zu destabilisieren. Führer
sind also Richtungs-Änderer.
g+c: Demzufolge braucht ein Betrieb
Führer und Manager?
Dr. B: Erfolgreiche, eigenständige,
Unternehmer waren in der Regel beides. Sie konnten sich gar nicht erlauben, das
eine oder andere als Prototyp zu sein. Unternehmerischer Erfolg wird sich nur
da einstellen, wo beides sinnvoll mit- einander kombiniert wird.
g+c:
Und Ihrer Erfahrung nach fehlen öfters die Qualitäten des
Führers?
Dr. B: Die ungenügende Ausrichtung auf das, was uns
morgen erwartet, ist meines Erach- tens eines der derzeit größten
Mankos der deutschen Wirtschaft. Ein bekannter Wirtschafts- fachmann stellte
kürzlich nüchtern fest: ‚Deutschland ist der weltbeste Produzent
für Pro- dukte des 19. Jahrhunderts.' Ich kenne eine ganze Reihe
mittelständischer Betriebe, die Bankrott machten, weil der Chef sich mehr
mit seinem Hobby - zum Beispiel der Entwick- lung guter Maschinenteile -
beschäftigte, als mit dem Verkauf. Er hat viel Energie in die Mittel
gesteckt, und zu wenig in das Marketing.
g+c: Was würden Sie einem
mittelständischen Unternehmer empfehlen, der das Gefühl hat …
zu sehr ‚Manager' … und vom Tagesgeschäft in Anspruch genommen
zu sein?
Dr. B: Ich würde ihn zunächst fragen, ob er seine
eigenen, für ihn charakteristischen Erfolgsbedingungen kennt und ob er die
demnach richtigen Marktpositionen besetzt hat; ob er sich selbst Rechenschaft
darüber gibt, wie sich die Branche, in der er arbeitet und sein Geld
verdient, entwickelt.
Gute Unternehmer stellen sich immer wieder
Zukunftsfragen: ‚Wo, womit und wie verdiene ich in drei, fünf oder
sie- ben Jahren noch Geld? In welchem Geschäft bin ich wirklich gut? Und:
‚Wie viel Flexibilität besitze ich; wie schnell und wie gut kann ich
mich auf eine neue Entwicklung einstellen?' Solche Fragen schärfen den
Blick nach vorn, der Führungskräfte ausgezeichnet.
g+c:
Solche Führungskräfte sind dann das wertvollste Kapital eines
Unternehmens?
Dr. B: Sie gewinnen immer zentralere Bedeutung. Man kann
sagen: ‚Vor zehn Jahren hat Öl diese Zentralstellung ein- genommen,
vor fünf Jahren vielleicht die Software, und heute ist es der Mensch. Das
wertvollste Kapital, das ein Betrieb besitzt sind außergewöhnliche
Menschen.
g+c: Außergewöhnlich in welcher Hinsicht?
Dr. B: Menschen, die sich in unserer schnell komplexer werdenden Welt
noch sicher be- wegen können, weil sie eine innere Gewissheit über die
Richtigkeit ihres Weges haben, die stabil sind, ihre Leistung bringen und dabei
noch andere mitziehen. Dazu braucht man eine bestimmte Mischung aus
Robustheit auf der einen Seite und Sensibilität auf der anderen Seite. Im
Dritten Reich beschrieben die Geschwister Scholl den für sie
erstrebenswerten Menschentyp der Zukunft: Eine Kombination von hartem Geist und
weichem Herz. ‚Harter Geist' heißt hier Kompromisslosigkeit in
Wahrheits- und Wertefragen.
g+c: … und ‚weiches Herz'?
Dr. B: ‚Weiches Herz' steht für die Empfindsamkeit und
Hilfsbereitschaft. Was ist die so oft zitierte Führungsqualität
‚soziale Kompetenz' denn anderes als biblische ‚Nächstenliebe'?
Letztlich verkörperte nämlich Jesus Christus diese Kombination:
harter Geist, weiches Herz. Absolut intolerant in Wahrheitsfragen - aber von
einer bodenlosen Barmherzigkeit gegen- über Menschen in Not. So zu werden,
das ist unser Auftrag!
Interview mit Dominique Fessler
*26 >*
Am
Ende wird Herr Faessler nach seinen Empfehlungen für
Führungskräfte und Manager gefragt.
Er sagt:
"In
unserer postmodernen Gesellschaft ist der Faktor Ewigkeit verloren gegan- gen.
Wir meinen, gut und korrekt zu sein und denken, daß alles irgendwie gut
gehen wird. Wenn wir uns bewußt machen, daß das Leben sehr kurz ist
und wir weder unseren Körper noch unser Vermögen behalten
können, dann lohnt sich die Frage nach der Ewigkeit. Die Bibel sagt klar,
daß der Weg in die Ewigkeit nur über Jesus Christus, Gottes Sohn,
geht. Das Angebot besteht, wir müssen es beziehungsweise IHN nur
annehmen.
Ich empfehle deshalb Führungskräften diesen Schritt
genau zu prüfen und - wie ich damals - auf die Suche nach der Wahrheit zu
gehen. Jesus wird niemanden enttäuschen"









