Michael Richter
Marketing- und Vertriebsberatung - international
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Führen und Managen - mit Gottes Hilfe

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Nicht:

Der Chef ist der beste

  • - Verkäufer
  • - Techniker
  • - Buchhalter
  • - Versandleiter

usw. - was vielfach der Fall ist.

Sondern:

Der beste/richtige Mann am besten/richtigen Platz!

Aber natürlich muss der Unternehmer - besonders in kleineren Unternehmen - fähig und in der Lage sein, seine Mitarbeiter richtig anzuleiten bzw. vorzuleben und immer Lösungswege zu kennen.

Dies, in Verbindung mit den Aussagen in Nehemia, führt dazu, dass überschaubare Unter- nehmenseinheiten (-> Delegation von Verantwortung = Anm. d. Verf.) entstehen, in denen jeder entsprechend seinen Fähigkeiten eingesetzt wird.

"Wir brauchen Beispiele von der Spitze her!"*23 >*

Risikostreuung bzw. Motivation (heute z. B. auch Incentive-Programme für Firmenangehöri- ge = Anm. d. Verf.) schlug schon Salomo vor *Prediger 11.2*:

‚Gib Anteil sieben (anderen), ja, sogar acht, denn du weißt nicht, was für ein Unglück sich auf der Erde ereignen wird.'

Wie die Planung eines Vorhabens bedarf natürlich auch die Durchführung der nötigen Diszi- plin.

Ideal ist selbstverständlich, wenn auch das Personal eines christlichen Unternehmers christ- lich ist, denn dann erspart er sich viele Probleme.

Falls nötig kann er auf die Bibel verweisen, wo unter anderem steht:

‚Was ihr auch tut, arbeitet von Herzen als dem HERRN und nicht den Menschen' (Das gilt für den Unternehmer wie die Mitarbeiter= Anm. d. Verf.) *Kolosser, 3,23*.

Sich um Ihr Personal zu kümmern sollte Ihre oberste Priorität sein:

  • - kümmern Sie sich mehr - seien Sie weise
  • - riskieren Sie mehr - seien Sie sicher
  • - träumen Sie mehr - seien Sie praktisch
  • - erwarten Sie mehr - denken Sie das Machbare *9 >*
  • - der beste Geschäftsführer sucht sich gute Leute und mischt sich nicht in ihre Ent- scheidungen ein *10 >*

"Für Christen, die ihren Glauben sehr ernst nehmen und eine Führungsposition innehaben, besteht eine große Schwierigkeit darin, mit problematischen Mitarbeitern angemessen um- zugehen.

Vielfach besteht die Ansicht, ein Christ dürfe nicht hart durchgreifen, keine Kündigung aus- sprechen, den ‚Nächsten' (der zu lieben ist) nicht kritisieren, usw. Dazu muss klar gesagt werden, dass personelle Probleme in einem Unternehmen die absolute und nur sehr kurz- fristige Ausnahme bleiben müssen. Lässt sich ein Geführter nichts sagen oder richtet er sich nicht nach den Wünschen des Führenden, so muss auch eine Trennung erwogen und voll- zogen werden.

Ein Mitarbeiter muss vorrangig dem Unternehmen dienen und an dessen Erfolg interessiert sein. Dafür wird er bezahlt. Nicht etwa für häufige geistliche Gespräche, auch nicht für eine länger anhaltende, unzureichende Leistung" *18 >*

"Die mentalen Eigenschaften"

Neben einigen Instrumenten, die erlernbar sind, die aber vor allem das Management be- treffen, muss eine Führungs- kraft über einige Attribute oder sagen wir lieber mentale Kräfte verfügen.

Ich unterscheide zwischen Führung/Führungskraft und Management/Manager bzw. Manage- rin. Der Unterschied besteht für mich in der Zeitachse.

Die Führungskraft muss ihre Arbeitszeit dazu nutzen, die Zukunft vorzubereiten und zu ge- stalten, muss also ihren Kopf sozusagen schon in der Zukunft haben. Der Manager/die Ma- nagerin gestaltet vor allem den reibungslosen Ablauf der Gegenwart. Je höher also in der Hierarchie, desto mehr Zukunftsaufgaben müssen wahrgenommen werden. Sonst verliert man seine Führungs-Kraft.

Führungs-Kraft resultiert meiner Sicht vor allem aus:

 

  • - Vergangenheits-Know-how - woher komme ich, meine Mitarbeiter, die Firma…)
  • - Selbst-Know-how (wer bin ich, die Firma, Stärken, Schwächen, Risiken, Chancen …)
  • - Visions/Ziel-Know-how (was will ich/wollen wir genau erreichen?)
  • - Visions-/Ziel-Know-why (warum will ich/wollen wir das erreichen?)
  • - ‚Kosten-Commitment' (Kosten Akzeptanz) *19 >*

Die Alltagsarbeit ist einer der feinsten Prüfsteine für den Charakter.

Die Alltagsarbeiten - die ganz gewöhnlichen, schmutzigen Dinge - sind sehr weit entfernt von allem, was mit dem Ideal zu tun hat. Wenn wir mit ihnen in Berührung kommen, wissen wir augenblicklich, ob wir geistlich echt sind oder nicht.

Lesen wir *Johannes 13*; dort sehen wir, dass der menschgewordene Gott das elendeste Stück gewöhnlicher Arbeit vollbrachte, indem ER die Füße der Fischer wusch, und ER sagte:

‚So nun ICH, euer HERR und Meister, euch die Füße gewaschen habe, so sollt auch ihr euch untereinander die Füße waschen'.

Wir bedürfen der Eingebung Gottes, um so durch die gewöhnliche Arbeit hindurchgehen zu können, dass SEIN Licht darauf fällt.

Es gibt Menschen, die eine Arbeit in einer solchen Weise tun, dass diese Arbeit für immer geheiligt ist. Es kann die allergewöhnlichste Arbeit sein; doch nachdem wir gesehen haben, wie sie diese Arbeit taten, ist sie für uns anders geworden.

Wenn der HERR etwas durch uns tut, verwandelt ER es immer.

Der HERR ist in unser menschliches Fleisch gekommen und hat es verwandelt, und so ist es für jeden Heiligen zum Tempel des Heiligen Geistes geworden- *15 >*

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