Michael Richter
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Marketing

Deckungsbeitragsrechnung

Am Ende des Jahre zu sehen, welchen Gewinn bzw. durchschnittlichen Deckungs- beitrag man erreicht hat, nimmt viel zu wenig Rücksicht auf den Markt, den Wettbewerb und die Notwendigkeiten unseres Unternehmens.

Grundsätzlich bedeutet eine (mehrstufige) Deckungsbeitragsrechnung, festzustellen/festzu- legen, welchen Deckungsbeitrag ein bestimmtes Produkt erreicht hat. Dabei werden die verschiedenen bekannten Fixkostenblöcke diesen Produkten in einem sinnvollen Verhältnis zugeordnet/verteilt.

Man erkennt demnach schnell, ob und wie ertragsreich ein bestimmtes Produkt ist.

Diese Vorgehensweise ist zwar rechenintensiver, ermöglicht jedoch die Betrachtung der beeinflussbaren fixen Kosten auf jeder Stufe und damit gezielte betriebspolitische Maßnah- men, z.B. Produktions- oder Sortimentsentscheidungen.

Es gibt eine Reihe von Hilfsinstrumenten, anhand derer diese Berechnungen automatisiert werden können.

Um den Deckungsbeitrag I einzelner Artikel zu berechnen, werden Umsatzerlöse, Fracht- kosten, zu zahlende Provisionen, Verpackungskosten und die erzeugungsbedingten Leis- tungskosten, z.B. Kosten für das Fertigungsmaterial benötigt. Der sich ergebende Deckungsbeitrag I ist der Produktbeitrag und zeigt Ihnen, wie hoch der Deckungsbeitrag nach Abzug der variablen, d.h. dem Produkt direkt zurechenbaren Kosten ist.

In einer weiteren Stufe erhalten Sie den Deckungsbeitrag II und zwar wenn Sie vom DB I die direkt zurechenbaren Einzelkosten wie z.B. Fertigungslöhne abziehen.

Es verbleibt ein Rest nicht umlagefähiger Fixkosten, die dann allgemein verteilt werden müssen.

Hiervon wird nun der DB III berechnet, wobei die nicht direkt zurechenbaren Einzel- und Mischkosten von der Summe des Deckungsbeitrags II abgezogen werden.

Der Deckungsbeitrag IV wiederum errechnet sich aus der Differenz des DB III und den Gemeinkosten.

Letztlich ergibt sich der DB V, der das Netto-Betriebsergebnis darstellt und die Summe ist, die sich nach Abzug der ausgabenfernen Kosten wie z.B. kalkulatorische Kosten vom DB IV ergibt.

Durch entsprechende Vorgaben kann so sehr schnell entschieden werden, ob ggfs. ein anstehender Großauftrag zu verminderten Preisen dennoch insgesamt den DB V erhöht und damit lukrativ ist/wird.

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